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| Deutsche Übersetzungen | |||||
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Ein intellektueller muslimischer Immigrant fragt: "Warum sind wir immer noch in der Defensive gegen die Modernität des Westens?" Natürlich ist es ziemlich sinnvoll, dass diese Frage in einem Teehaus in Berlin gestellt wurde. Was die Antwort auf die Frage betrifft, ist sie wie folgt: Weil wir angegriffen wurden… Wir waren nicht nur von der Außenseite, sondern auch von Söldnern unter uns selbst belagert. Aus diesem Grund war in jedem Feld, vom Gedanken bis zur Politik, vom Islamischen Recht bis zur Theologie, ein verteidigender (apologetischer) Stil erschienen. Der Verteidigungsstil hat sich in eine sich entschuldigende Erniedrigung verwandelt. Dies drückte eine Geisteshaltung aus, die außerstande war, sich ihrer eigenen Werte sicher zu sein und vom Minderwertigkeitskomplex gegenüber der Modernität des Westens ergriffen wurde. Heutzutage gibt es keine Verteidigung mehr im Islam, sondern Vorbereitung auf die Herausforderung. Orientalismus bemühte sich, die Verteidigung im Islam mittels einheimischer und fremder Wörter als "Islamismus" zu verurteilen; und jetzt bemüht es sich, die Vorbereitung auf die Herausforderung mit der Bezeichnung "der Politische Islam" zu verurteilen. Wie es auch von A. Willer betont wird, "sind Bezeichnungen nicht schuldlos". Bezeichnungen wie Islamismus, der Politische Islam, der Zivilislam, der Kulturelle Islam sind nicht informativ, sondern sind dafür gedacht, Vorstellungen bilden zu lassen. Daher sind diese Bezeichnungen nicht mit dem Ziel "des Erkennens", sondern mit dem Ziel "des Definierens" gedacht und sind manipulativ. Wenn wir, Muslime, uns der Grundlagen unserer Kultur und unserer Prinzipien sicher sind, müssen wir lernen zu denken, bevor wir in die Falle der Bezeichnungen fallen, die zum Definieren und Manipulieren verwendet werden. Neo-Orientalismus stellt die Tatsache, die er als eine Entwicklung sieht, die der Zukunft des Westens droht und die er als "Politischer Islam" bezeichnet, gegenüber den "Kulturellen Islam". Schließlich erfahren wir: Der Politische Islam, an dem Neo-Orientalismus Mißfallen bekundet, ist "das Buch des Islams"; der "Kulturelle Islam", den Neo-Orientalismus gegenüber den Politischen Islam stellt und lobt, ist der "Konservatismus", der mit dem Ausdruck des Edlen Qur'ans "die Religion der Väter und Vorväter" ist. Und das ist ein Angriff des Westens, der den klassischen Angriffen ähnlich ist. Zuerst das Image ändern, danach essen; es ist gerade wie der Fall einer Katze, die sich selbst dazu fähig fühlt, ihr eigenes Jungtier zu fressen, nachdem sie es mit einer Maus verwechselt… Während ihrer 1400-jährigen Geschichte hat sich die Islamische Gemeinschaft gegen zahlreiche geistige und tätliche Angriffe gewehrt. Die Kreuzzüge und Mongolensturm sind nur zwei Beispiele… Warum kann nicht das, was einmal in der Geschichte geschah, wieder geschehen? Wir sind die Kinder der Welt, die nicht nur einmal, sondern mehrmals von ihrer Asche wieder geboren ist. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir unser Vertrauen zu den Grundlagen unserer Kultur schützen, das heißt, unser Selbstvertrauen schützen. Der moderne Westen hat bereits sein Vertrauen zu den Grundlagen seiner eigenen Kultur verloren. Kann jemand sich an die Zahl von Thesen erinnern, die der Westen nach dem Kalten Krieg erzeugt und in den Papierkorb geworfen hat, von F. Fukuyama bis zu Huntington und Z. Brezinski? Der westliche Modernismus (und Postmodernismus), der sogar nicht im Alter eines Kindes im langen Epos der Menschheit ist, ist "ein Verkehrsunfall" in der Wanderung der Menschheit. Sogar seine eigenen Leute haben kein Vertrauen zu ihm. Um das zu verstehen, sollten Sie auch das sehen, was ich im Gesicht der muslimischen holländischen Professorin an der Fakultät der Theologie in der U.V.A Universität gesehen habe; im Gesicht des Holländers namens Abbas, der den Islam - d. h. sich selbst - kennengelernt hat, indem er unsere Bücher auf einer Website las, die auf Niederländisch in den Niederlanden geöffnet wurde; im Gesicht des deutschen Muslims namens Ibrahim, der mit seinen Augen voller Tränen sagte: "Dieser herzzerreißende Zustand der Ummah erlaubt mir nicht zu schlafen", und über wessen intellektuelle Kapazität ich erstaunt war. Als ich diese Gesichter sah, wurde meine Hoffnung gestärkt. Was meiner Hoffnung neue Kraft gegeben hat ist unter anderem die ziemlich offensichtliche Entwicklung muslimischer Immigranten im Vergleich zu früheren Jahren. Die von ihnen gestellten Fragen zeigen deutlich diese Entwicklung. In meinen früheren Besuchen diskutierten sie ständig über "andere" und sprachen über die Rettung der Türkei. Jetzt diskutierten sie über sich selbst und sprechen über die Zukunft Europas. Wird die Sonne des Islams im Westen aufgehen? Warum denn nicht? Wien, 25. Dezember 1998 |
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